Dead Ends ist zurück: Das dunkle Filmarchiv bei Colla & Gen

Dead Ends trägt Geschichte in sich. Lange bevor der Name zur eigenständigen Buchmarke bei Colla & Gen wurde, stand er für ein unabhängiges Filmmagazin über Horror, phantastischen Film, Exploitation, B-Movies, Trashkino und die deutsche Independent-Szene.

Mike Blankenburg prägte Dead Ends als Chefredakteur, Herausgeber und Hauptautor. Seine Filmauswahl sollte das bestehende Angebot nicht kopieren. Das Magazin verstand sich als Ergänzung für Filmsammler, Genrekenner und Festivalbesucher. Neben Klassikern und bekannten Produktionen fanden dort auch kleinere Filme, ungewöhnliche Veröffentlichungen und Titel abseits des Mainstreams ihren Platz.

Diese Haltung bildet heute die Grundlage von Dead Ends Archive.

Filmgeschichte aus den dunkleren Ecken

Dead Ends Archive widmet sich den Schattenseiten der Filmgeschichte: Zombies, Slashern, Vampiren, Werwölfen, Monstern, Exploitation-Kino, Videothekenkult und Filmen, die lange indiziert, beschlagnahmt, gekürzt oder schlicht übersehen wurden.

Die Bücher beschränken sich nicht auf Inhaltsangaben. Sie behandeln Produktionsgeschichten, Regisseure, Darsteller, Drehorte, Spezialeffekte, Musik, deutsche Synchronfassungen, Kino- und VHS-Auswertungen, Zensurgeschichte und die Entwicklung filmischer Motive.

Viele Titel erscheinen als bebilderte A4-Archivbände. Sie verbinden filmhistorische Texte mit einer Gestaltung, die jedes Buch zu einem eigenen Archivobjekt macht.

Der Zombiefilm vom Stiefel

Mit „Das italienische Exploitation-Kino – Vol. 1: Der Zombiefilm vom Stiefel“ beginnt eine neue Reihe über das italienische Genrekino.

Der Band folgt der italienischen Zombie-Welle von ihren europäischen Vorläufern bis zu den späten Nachzüglern der 1980er-Jahre. Im Mittelpunkt stehen Lucio Fulci, Bruno Mattei, Umberto Lenzi, Joe D’Amato, Jorge Grau und weitere Regisseure, die Romeros moderne Untote aufgriffen und daraus eine eigene Welt aus Voodoo, Verwesung, Großstadtpanik, Höllenvisionen und handgemachten Splattereffekten schufen.

Auch die deutsche Kino- und Videogeschichte spielt eine wichtige Rolle: Titelvarianten, Synchronfassungen, VHS-Kassetten, gekürzte Fassungen, Indizierungen, Beschlagnahmen und der Reiz des Verbotenen.

Der bebilderte A4-Archivband ist bereits bestellbar. Auf der Produktseite befindet sich außerdem eine ausführliche Videovorstellung des Buches.

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Happy Christmas, Deadly Christmas

Weihnachten im Genrefilm kennt keine stille Nacht. „Happy Christmas, Deadly Christmas“ öffnet 24 filmische Türchen und führt durch Weihnachtsfilme, in denen Killer, Monster, Terroristen und andere Störenfriede das Fest übernehmen.

Der Band bleibt nicht beim Horrorfilm stehen. Filme wie „Gremlins“, „Stirb langsam“, „Lethal Weapon“, „Tödliche Weihnachten“, „Krampus“, „Violent Night“ und „Carry-On“ zeigen, wie unterschiedlich das Kino die Weihnachtszeit als Kulisse für Angst, Gewalt, Action und schwarzen Humor nutzt.

Das Buch umfasst 156 Seiten und ist bereits bestellbar.

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Die neue Slasher-Reihe beginnt

Im Oktober 2026 folgt „Der Slasher I: Die blutige Geburt eines Genres“. Der erste Band verfolgt die Entwicklung des Slasherfilms von 1960 bis 1979 und untersucht die Filme, Motive und Vorläufer, aus denen eines der bekanntesten Horrorsubgenres entstand.

Das Buch bildet den Auftakt einer neu konzipierten Slasher-Reihe. Der Verkauf startet im Laufe des Augusts.

Das Dead Ends Archiv wächst

Weitere Bücher und Reihen sind bereits in Planung. Dead Ends wird sich dem italienischen Exploitation-Kino, dem Bahnhofskino, der Sharkploitation, dem Tierhorror und anderen Grenzbereichen der Filmgeschichte widmen.

Dead Ends Archive führt damit eine alte Idee in neuer Form fort: Filme ernst zu nehmen, die im klassischen Filmkanon oft keinen Platz finden. Schmutziges Kino, eigenwillige Produktionen, vergessene Titel und handgemachte Albträume gehören ebenfalls ins Archiv.

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