Die Nerd-Chroniken
Zu den Nerd-Chroniken
Zerfickt vom Leben
Keine glatten Trendprodukte, sondern Reihen mit eigener Stimme, klarer Idee und erkennbarem Ton.
Viele Titel gehören zu wachsenden Programmwelten: V.F.E.G., Nerd-Chroniken, Noah Silber, Nuclear Games und Kinderbuchwelt.
Viele Bücher entstehen vollständig im eigenen Haus: Text, Gestaltung, Satz, Shop, Pressearbeit und Versand.
Die Reihe untersucht Denkabkürzungen, Komfortkonditionierung, Empörungsrituale, Bürokratie, Erziehung, Freizeit, soziale Medien und moderne Einfalt. Im Zentrum steht die V.F.E.G. – eine fiktive Beobachtungsinstanz, die den Alltag mit der Trockenheit eines Gutachtens vermisst.
Die Bücher geben keine Ratschläge. Sie verteilen keine moralischen Noten. Sie beobachten Muster. Und was wiederkehrt, lässt sich irgendwann schwerer schönreden.
Fallakten, Typologien, Messkästen und Begriffsapparate machen den Wahnsinn erstaunlich ordentlich.
Das Institut spricht nicht im Ton der Empörung, sondern im Ton der Verwaltung.Â
Familie, Urlaub, Volksfest, Medien, Bürokratie und Alltagskommunikation werden zu Untersuchungsobjekten.
Die Nerd-Chroniken erzählen vom komischen Ernst der Nerdkultur. Sie führen durch Videotheken, Filmbörsen, Conventions, Kinderzimmer, Computerecken, LAN-Partys, Diskettenstapel, Streamingfrust und Rechtschreibkriege.
Die Reihe ist nostalgisch, aber nicht verklärt. Früher war nicht alles besser. Es roch nur manchmal besser nach Videothek, Staub, Kunststoffhülle und warmem Netzteil.
Filmnerds, Sammler, Streaming-Zombies und Menschen, die eine VHS-Fassung nie vergessen.
Vom Brotkasten über Doom bis zu LAN-Fetischen und frühen Netzkatastrophen.
Apostrophe, Kommas, Kasus-Kriege und die Frage, wie viel Zivilisation ein Satzzeichen tragen kann.
Noah Silbers Reihe erzählt vom Preis des Funktionierens. Der Auftakt blickt auf Kindheit, Angst, Anderssein, Scham und innere Überforderung. Die Startup-Bände führen diese Erfahrung in eine andere Arena: Selbstständigkeit, Handel, Bürokratie, Plattformlogik, Kundenwahnsinn und Erschöpfung. Das ist keine Erfolgsromantik. Kein Gründerjubel. Kein sauberer Motivationsbogen. Es ist das Gegenprotokoll: direkt, verletzlich, sarkastisch und mit einem Blick für Systeme, die Menschen langsam zermürben.
Texte über Angst, Sensibilität, Scham, Anpassung und Selbstverstehen.
Gründertraum, Steuerdruck, Versandhölle, Plattformlogik und Bürokratiewahnsinn.
Keine Theorie aus sicherer Entfernung, sondern Erfahrung mit offenen Nerven.
In diesem Bereich sammelt Colla & Gen erzählerische Projekte, die nicht in eine klassische Sachbuchreihe passen: dystopische Romanwelten, satirische Novellen, kleine literarische Sonderfälle und Geschichten, die aus Bildern, Figuren oder seltsamen Einfällen wachsen.
Nuclear Games erzählt vom Überleben, von Erinnerung und Menschlichkeit nach dem Zusammenbruch.
Manche Geschichten tragen die V.F.E.G. im Blut, auch wenn sie erzählerischer auftreten.
Novellen, Sondertexte und kleine Bücher, die zwischen Satire, Fiction und Verlagswahnsinn stehen.
Die Kinderbuchwelt von Colla & Gen ist noch jung, aber sie gehört fest zum Programm. Hier entstehen Bücher mit Fantasie, Humor, zugänglichen Figuren und einer eigenen kleinen Schrulligkeit. Nicht glattgebügelt, nicht austauschbar, sondern freundlich, verspielt und mit Charakter.
Kinderbücher dürfen seltsam, lustig und überraschend sein.
Zugängliche Geschichten, klare Figuren und ein Ton, der Kinder ernst nimmt.
Die Kinderbuchwelt kann später stärker erweitert und visuell klarer gebündelt werden.
Colla & Gen baut Bücher, die nicht aus Programmformeln entstehen. Manche analysieren. Manche spotten. Manche erzählen vom Scheitern. Manche retten Kindheitsbilder. Manche öffnen dystopische Welten. Zusammen bilden sie ein Programm für Leserinnen und Leser, die Bücher mit Haltung, Eigensinn und eigener Stimme suchen.
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