Conan der Barbar - Mythos, Körper, Wille
Conan der Barbar: Die Geschichte hinter dem Mythos
176 Seiten über Robert E. Howard, Arnold Schwarzenegger und den Weg vom Pulp-Magazin zum König von Aquilonien
- Großformatiger Scene-42-Archivband im A4-Format
- 176 aufwendig gestaltete und reich bebilderte Seiten
- Robert E. Howard, das Hyborische Zeitalter und Conans literarische Herkunft
- Die Entstehungs- und Produktionsgeschichte von Conan der Barbar aus dem Jahr 1982
- Oliver Stones und John Milius’ unterschiedliche Drehbuchfassungen
- Arnold Schwarzeneggers Casting, Vorbereitung und Darstellung des Cimmeriers
- Ausführliche Analyse von Bildsprache, Musik, Körper, Gewalt, Macht und Mythologie
- Conan der Zerstörer, Red Sonja, das Reboot von 2011 und die Fernsehserien
- Conans Weg durch fast ein Jahrhundert Popkultur
- Mit historischen Titelbildern, Drehbuchauszügen, Filmstills und Archivmaterial
Robert E. Howard führte Conan 1932 als König ein. Ein halbes Jahrhundert später zeigte John Milius, wie aus einem versklavten Kind jener Herrscher werden könnte. Dazwischen liegen Pulp-Magazine, Buchausgaben, Frank Frazettas Gemälde, Marvel-Comics, verworfene Drehbücher und ein Filmprojekt, das Arnold Schwarzenegger zur internationalen Kinopersönlichkeit machte.
Dieser Scene-42-Band rekonstruiert Conans Weg auf die Leinwand, untersucht den Film von 1982 bis in seine Bilder, Figuren und musikalischen Motive und verfolgt, wie Fortsetzungen, Reboots und Fernsehserien den Barbaren immer wieder verändert haben.
📚 Was dich erwartet:
- Robert E. Howard und das Hyborische Zeitalter: Wie Conan entstand, weshalb seine erste veröffentlichte Geschichte mit einem König beginnt und welche Rolle Kull bei der Entwicklung der Figur spielte.
- Vom Pulphelden zur Popikone: Buchausgaben, Pastiches, Frank Frazettas Titelbilder und Marvel-Comics formten jenes Conan-Bild, das schließlich nach Hollywood gelangte.
- Der lange Weg auf die Leinwand: Rechtefragen, wechselnde Produzenten und mehrere gescheiterte Anläufe begleiteten das Projekt durch die zweite Hälfte der 1970er Jahre.
- Oliver Stone gegen John Milius: Zwei Drehbücher, zwei Vorstellungen von Conan. Auszüge aus beiden Fassungen machen sichtbar, welche Ideen verschwanden und welche im fertigen Film weiterlebten.
- Die Erschaffung des Films von 1982: Casting, Kampftraining, Drehorte, Kulissen, Waffen, Kostüme, Stunts und Spezialeffekte verwandelten Hyboria in eine körperlich greifbare Welt.
- Basil Poledouris und die Stimme des Films: Wie die Musik ganze Passagen trägt, Conans Lebensgeschichte verbindet und den Bildern ihre monumentale Wirkung gibt.
- Mythos, Körper und Wille: Eine ausführliche Filmanalyse über das Wheel of Pain, Thulsa Doom, Valeria, das Rätsel des Stahls, Macht, Glauben, Freiheit und Conans Weg vom Kind zum Rächer.
- Was nach 1982 geschah: Conan der Zerstörer, das Zwischenspiel Red Sonja, Jason Momoas Reboot von 2011 und der Vergleich der unterschiedlichen Filmfassungen.
- Conan im Fernsehen: Der Barbar als Zeichentrickheld für Kinder und als wöchentlich wiederkehrender Seriencharakter.
- Warum Conan überlebt: Was sich an der Figur verändern darf, welche Merkmale immer wiederkehren und weshalb der Film von 1982 weiterhin der entscheidende filmische Bezugspunkt bleibt.
- Der noch immer fehlende König: Von Milius’ unverfilmtem Crown of Iron über The Legend of Conan bis zum aktuellen Versuch, Arnold Schwarzenegger als gealterten Conan zurückzubringen.
Im Dezember 1932 begegneten die Leser von Weird Tales Conan zum ersten Mal. Robert E. Howard stellte ihn weder als Kind noch als unerfahrenen Abenteurer vor. Conan saß bereits auf dem Thron von Aquilonien. Die Jahre als Dieb, Pirat, Söldner und Heerführer lagen hinter ihm. Howard erzählte diese Lebensgeschichte anschließend in Sprüngen, wechselte zwischen verschiedenen Lebensabschnitten und ließ große Teile der Biografie offen.
Das Kino wählte fünfzig Jahre später einen anderen Anfang. John Milius zeigte Conans Heimat, den Mord an seinen Eltern, die Jahre der Versklavung und das Wheel of Pain. Aus dem Kind wurde ein Körper, aus dem Körper eine Waffe und aus dem Überlebenden ein Rächer. Arnold Schwarzenegger verlieh dieser neuen Version eine Erscheinung, die sich seit 1982 kaum noch von der öffentlichen Vorstellung Conans trennen lässt.
Doch dieser Film entstand nicht geradlinig. Rechte mussten geklärt, Produzenten gefunden und Drehbücher verworfen werden. Oliver Stone schrieb eine gewaltige, düstere und unter damaligen Bedingungen kaum realisierbare Fassung. John Milius übernahm Figuren und Motive, ordnete die Geschichte neu und entwarf einen Conan, dessen Weg durch Verlust, Zwang, Freundschaft und Rache bestimmt wird. Die Gegenüberstellung beider Drehbücher zeigt, wie stark sich ein Film während seiner Entwicklung verändern kann.
Auch vor der Kamera musste Hyboria erst gebaut werden. Darsteller lernten den kontrollierten Umgang mit Schwertern. Waffen brauchten Gewicht und Haltbarkeit, Kulissen ein Fundament, Kostüme Bewegungsfreiheit. Ron Cobbs Entwürfe, die spanischen Landschaften, praktische Effekte und riesige Bauten gaben der erfundenen Vorzeit eine materielle Schwere. Basil Poledouris verband diese Welt mit einer Musik, die Conans Entwicklung erzählt, während der Held selbst oft schweigt.
Der Band untersucht den Film von 1982 deshalb Szene für Szene und Motiv für Motiv. Das Wheel of Pain, der Tree of Woe, das Schwert des Vaters und Thulsa Dooms Lehre vom Fleisch gehören zu einer Lebensgeschichte, die Howard so nie geschrieben hatte. Körper, Wille und Gewalt stehen dabei ebenso zur Diskussion wie Freiheit, Macht, Glaube, Freundschaft und Herrschaft. Psychologische und philosophische Modelle liefern zusätzliche Lesarten, bleiben jedoch an das gebunden, was der Film tatsächlich zeigt.
Conans Geschichte endete 1982 nicht. Conan der Zerstörer veränderte Ton und Erzählstruktur und machte aus dem schweren Schicksalsfilm ein zugänglicheres Gruppenabenteuer. Red Sonja rückte dicht an diese Filmwelt heran, ohne Teil derselben Kontinuität zu sein. Das Reboot von 2011 setzte mit Jason Momoa erneut bei Conans Herkunft an und entwickelte eine schnellere, brutalere Version des Helden. Zeichentrick- und Realfilmserien mussten wiederum erklären, wie ein wandernder Barbar Woche für Woche zurückkehren kann und welche Formen von Gewalt das jeweilige Publikum erlaubt.
Aus diesen Veränderungen entsteht die entscheidende Frage: Wie viel Conan muss in Conan übrig bleiben? Körper, Schwert und eine gefährliche Welt sorgen für schnelle Wiedererkennung. Dauerhaft trägt die Figur jedoch erst ihr unbedingter Wille, selbst zu handeln und sich weder König, Priester noch Zauberer vollständig zu unterwerfen.
Conan der Barbar verfolgt diesen Weg über fast ein Jahrhundert. Von Howards Pulp-Erzählungen führt er über Frazetta und Marvel zu Milius, Schwarzenegger und Poledouris, weiter durch Fortsetzungen, Reboots und Fernsehserien bis zu den erneuten Plänen für einen gealterten König Conan.
Der Barbar hat den Thron längst erreicht. Seine Geschichte dorthin ist noch immer nicht vollständig erzählt.
Für wen ist das Buch bestimmt?
Dieses Buch richtet sich an:
- Fans von Conan der Barbar und Arnold Schwarzenegger
- Leser der Erzählungen von Robert E. Howard
- Liebhaber des Fantasy-, Abenteuer- und Sword-and-Sorcery-Kinos
- Sammler großformatiger Filmbücher und Archivbände
- Filmfreunde, die Produktionsgeschichte und Analyse miteinander verbinden möchten
- Leser mit Interesse an Drehbüchern, Production Design, Filmmusik und praktischen Effekten
- Freunde des fantastischen Kinos der 1980er Jahre
- alle, die wissen wollen, weshalb Conan bis heute weiterlebt
Vorkenntnisse über Howards Erzählungen oder die Geschichte der Figur sind nicht erforderlich. Der Band ordnet Namen, Filme und Entwicklungsschritte so ein, dass auch Leser folgen können, die Conan bislang hauptsächlich mit Arnold Schwarzenegger verbinden.
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ISBN: 978-3-98578-714-2 (Hardcover) ISBN: 978-3-98578-715-9 (Softcover) ISBN: 978-3-98578-716-6 (Softcover S/W)
Titel:Conan der Barbar – Mythos, körper, Wille
Autoren: Alexander Meier, Giulia Wagner
Format: DIN A4
Seitenzahl: 176 Seiten
Erstveröffentlichung: 2026, 1. Auflage
FAQ
Behandelt das Buch ausschließlich den Film von 1982?
Conan der Barbar von 1982 bildet den Schwerpunkt. Das Buch beginnt jedoch bei Robert E. Howard und verfolgt die Figur über Buchcover, Comics und die schwierige Entwicklung des Kinoprojekts. Anschließend behandelt es Conan der Zerstörer, Red Sonja, den Film von 2011 sowie die Animations- und Realfilmserien.
Enthält das Buch Hintergrundinformationen zur Produktion?
Ja. Behandelt werden unter anderem die Drehbuchentwicklung, das Casting, Schwarzeneggers Vorbereitung, die Dreharbeiten in Spanien, Kulissen und Ausstattung, Waffen, Kostüme, Kampftraining, Stunts, Effekte und Basil Poledouris’ Musik.
Werden die Drehbücher von Oliver Stone und John Milius verglichen?
Mehrere Kapitel stellen beide Fassungen einander gegenüber. Abgebildete Auszüge zeigen, wie weit Stones Entwurf vom späteren Film entfernt war und wie John Milius Handlung, Figuren und Ton veränderte.
Ist das Buch eine Biografie Arnold Schwarzeneggers?
Schwarzeneggers Casting, Vorbereitung und Darstellung werden ausführlich behandelt. Seine gesamte Lebens- oder Filmgeschichte ist jedoch nicht Gegenstand des Buches. Entscheidend ist seine Verbindung zu Conan und die Frage, wie sein Körper, seine Bewegung und seine Präsenz den Film geprägt haben.
Ist das Buch wissenschaftlich geschrieben?
Die Recherche, Quellenarbeit und Filmanalyse gehen deutlich über eine gewöhnliche Inhaltsangabe hinaus. Der Text bleibt dabei verständlich, filmnah und frei von unnötigem akademischem Jargon.
Muss ich die Filme bereits kennen?
Das Buch kann ohne Vorwissen gelesen werden. Wer die Filme kennt, wird in den Analysen zahlreiche Szenen, Motive und Produktionsdetails wiederfinden. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte allerdings mit deutlichen Spoilern rechnen.
Ist das Buch bebildert?
Ja. Der Band enthält zahlreiche Filmstills, historische Titelbilder, Porträts, Drehbuchauszüge und weiteres Bildmaterial, das die Entwicklung der Figur und der Filme begleitet.
Werden aktuelle Pläne für einen neuen Conan-Film behandelt?
Ja. Das Nachwort verfolgt die verschiedenen Versuche, Arnold Schwarzenegger als älteren König Conan zurückzubringen. Der dokumentierte Stand reicht bis August 2026.
Handelt es sich um eine offizielle Publikation?
Nein. Das Buch ist eine unabhängige filmhistorische Publikation der Reihe Scene 42 – Das Filmarchiv und steht in keiner offiziellen Verbindung zu Studios, Produktionsfirmen oder Rechteinhabern.
Jetzt bestellen„Conan gehört zu jenen Figuren, die man zu kennen glaubt, lange bevor man sich näher mit ihnen beschäftigt hat.“






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