Der genehmigungspflichtige Waschgang
Aus der Reihe: „Die bewusste Verblödung“
Eine V.F.E.G.-Satire über EU-Bürokratie, Nachhaltigkeit, digitale Verwaltung und die letzte große Gefahr privater Eigenverantwortung.
Hose stinkt. Waschen wäre jetzt übereilt.
- Ein vollständiger V.F.E.G.-Feldbericht aus dem Jahr 2036
- Die fiktive Verordnung (EU) 2035/1842 zur europäischen Textilgeruchsharmonisierung
- Geruchsklassen von O0 bis O5
- Jahreswaschkontingente und digitale Waschfreigaben
- Härtefallanträge bei akutem Reinigungsbedarf
- Der digitale Textilpass für die administrativ identifizierbare Hose
- CleanWear 2034: 12.000 Haushalte im europäischen Waschversuch
- Ein zertifizierter Textile Transformation Coach
- Bürger-FAQ für schwierige Fälle
- Ausblick auf EU-SOCKNET und die Harmonisierung der Socke
- Fiktive und reale Quellen sauber gekennzeichnet
- Aus der Reihe Die bewusste Verblödung
M. möchte seine Hose waschen.
Das Problem: Sein Jahreswaschkontingent ist ausgeschöpft.
Was früher mit Waschmittel, 30 Grad und einem Knopfdruck erledigt war, verlangt im Jahr 2036 eine Geruchsursachenerklärung, die Prüfung milderer Maßnahmen, eine objektive Geruchsmessung, einen Härtefallantrag und schließlich eine zeitlich befristete Waschfreigabe.
Der genehmigungspflichtige Waschgang ist V.F.E.G.-Satire in ihrer reinsten Form: Ein banaler Alltag wird so konsequent reguliert, dokumentiert und harmonisiert, bis nur noch eine Frage offenbleibt:
Darf die Hose jetzt endlich in die Waschmaschine?
📚 Was dich erwartet:
Der Feldbericht 2036/17
Ein Mensch. Eine schwarze Hose. Geruchsklasse zunächst unbekannt. Was als normaler Waschgang beginnt, entwickelt sich innerhalb weniger Stunden zum vollständigen Verwaltungsverfahren.
Die Verordnung (EU) 2035/1842
18 Artikel, zwei Anhänge und ein unionsweit harmonisierter Rahmen für wassergebundene Textilreinigung. Einschließlich Waschkontingenten, digitalem Textilpass, Härtefallfreigaben und dem ausdrücklichen Schutz vor unverhältnismäßigem Nasenkontakt.
Die Regulierung des Privaten
Die V.F.E.G. rekonstruiert, wie es zwischen 2026 und 2036 überhaupt so weit kommen konnte: aus Empfehlungen werden Zielwerte, aus Produktdaten werden digitale Identitäten und aus einer Hose wird schließlich ein Datensatz mit Beinen.
CleanWear 2034
12.000 Haushalte, rund 740.000 erfasste Textilien und 4,3 Millionen dokumentierte Waschvorgänge. Das europäische Pilotprojekt gilt als Erfolg – sofern man bestimmte Tabellenzeilen nicht liest.
Die Folgenabschätzung
Was bedeutet die neue Regulierung für Haushalte, Verwaltung und Wirtschaft? Die V.F.E.G. untersucht Messgerätehersteller, Softwareanbieter und einen neuen Markt für Sustainable Textile Transformation Consulting.
Das Bürger-FAQ
Darf die Hose grundsätzlich noch gewaschen werden? Zählt ein Furz als körperbedingtes Geruchsereignis? Was geschieht bei Internetausfall? Und braucht man wirklich einen Textile Transformation Coach?
Die Harmonisierung der Socke
Ab 2040 rückt das bislang ungelöste europäische Problem der paarweisen Textilnutzung in den Mittelpunkt. Einschließlich entpaarter Einzelsocken, grenzüberschreitender Sockenbewegungen und EU-SOCKNET.
CleanHuman
Nach der Kleidung folgt der Körper. Zunächst selbstverständlich nur freiwillig.
M. hat ein Problem.
Seine schwarze Hose stinkt.
Im Jahr 2026 wäre die Angelegenheit damit weitgehend geklärt gewesen. Hose in die Waschmaschine, Waschmittel dazu, Programm auswählen, Start.
Im Jahr 2036 gilt dieses Vorgehen als technisch naiv.
Denn die Waschmaschine erkennt, dass M. sein zulässiges Jahreswaschkontingent bereits überschritten hat. Eine wassergebundene Reinigung kann deshalb nicht ohne weitere Prüfung freigegeben werden.
Zunächst muss die Geruchsursache festgestellt werden.
Körperbedingt? Lebensmittelbedingt? Verkehrsbedingt? Tierbedingt? Multifaktoriell?
Anschließend verlangt das System den überwiegenden Geruchsentstehungsort. Mildere Maßnahmen sind auszuschöpfen. Die Hose muss gelüftet werden. Der Nachbar meldet eine olfaktorische Drittbeeinträchtigung. Ein zertifiziertes Messgerät stellt Geruchsklasse O4 fest.
Das Problem ist damit objektiviert.
Gelöst ist es noch lange nicht.
Ein Certified Sustainable Textile Transformation Coach möchte zunächst wissen, welches Ziel M. mit dem Waschvorgang verfolgt.
Die Antwort lautet:
„Dass die Hose danach nicht mehr stinkt.“
Was folgt, ist der V.F.E.G.-Feldbericht 2036/17 über einen vollständig geregelten Waschtag – einschließlich Härtefallantrag, digitaler Waschfreigabe, maximal zulässiger Schleuderdrehzahl und abschließender Bestätigung der erfolgreichen Geruchsminderung.
Doch damit endet die Untersuchung nicht.
Das Buch enthält zusätzlich die vollständige fiktive Verordnung (EU) 2035/1842 über die Erfassung, Einstufung und nachhaltige Behandlung olfaktorischer Belastungen tragbarer Textilien.
18 Artikel erklären, warum Waschkontingente, Geruchsklassen, digitale Textilpässe, Außenlüftungsregeln und Härtefallverfahren selbstverständlich notwendig, verhältnismäßig und unionsweit harmonisiert sind.
Anschließend rekonstruiert die V.F.E.G. in ihrer Studie „Die Regulierung des Privaten“, wie aus freiwilligen Empfehlungen schrittweise ein vollständiges Verwaltungssystem entstehen konnte.
Das Pilotprojekt CleanWear 2034 liefert die statistische Grundlage. Eine Folgenabschätzung untersucht Auswirkungen auf Haushalte, Behörden, Softwareanbieter und den neu entstandenen Markt der Textiltransformationsberatung.
Ein ausführliches Bürger-FAQ beantwortet schließlich die entscheidenden Fragen des europäischen Alltags:
Darf eine Hose noch gewaschen werden, wenn sie nur subjektiv stinkt?
Was passiert bei einem Internetausfall?
Darf der Partner dieselbe Hose tragen?
Ist ein Furz ein körperbedingtes Geruchsereignis?
Und warum sind Socken bislang noch nicht harmonisiert?
Die Antwort auf die letzte Frage führt unmittelbar in das Jahr 2040: zum Paarprinzip, zur dauerhaft entpaarten Einzelsocke und zum geplanten europäischen Nachverfolgungssystem EU-SOCKNET.
Der genehmigungspflichtige Waschgang ist eine Zukunftssatire über Bürokratie, Regulierung, digitale Kontrolle und die erstaunliche Fähigkeit moderner Systeme, einfache Vorgänge so vollständig zu organisieren, dass irgendwann niemand mehr weiß, warum dafür überhaupt ein Verfahren benötigt wurde.
Am Ende wird die Hose gewaschen.
Das Verfahren war erfolgreich.
Für wen ist das Buch bestimmt?
Für Menschen, die über Bürokratie lachen können, weil Schreien auf Dauer anstrengend wird.
Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die trockene Gesellschaftssatire mögen, mit Formularen, Portalen und Zuständigkeiten bereits persönliche Erfahrungen gesammelt haben oder beim Wort „Harmonisierung“ vorsorglich nach einem zusätzlichen Nachweis suchen.
Besonders geeignet für:
- Leser der Reihe Die bewusste Verblödung
- Freunde der V.F.E.G.
- Bürokratiegeschädigte
- Selbstständige und Unternehmer
- Verwaltungsmitarbeiter mit Resthumor
- Menschen mit Erfahrungen in digitalen Behördenportalen
- Freunde trockener, schwarzer und institutioneller Satire
- Leser gesellschaftlicher und politischer Zukunftssatire
- Menschen, die gelegentlich den Eindruck haben, dass einfache Dinge nicht kompliziert genug geregelt sind
- alle, die schon einmal vor einem Formular saßen und dachten: „Warum zur Hölle muss ich das jetzt erklären?“
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Softcover: 12,99 € (ISBN: 978-3-98578-842-2) Hardcover: 19,99 € (ISBN: 978-3-98578-841-5)
Titel: Der genehmigungspflichtige Waschgang
Autor: Markus Brüchler
Format: DIN A5
Seitenzahl: 84 Seiten
FAQ
Ist die Verordnung (EU) 2035/1842 echt?
Nein.
Die Textilgeruchsharmonisierungsverordnung, die Geruchsklassen, Waschkontingente, CleanWear 2034, EU-SOCKNET und sämtliche dazugehörigen Behörden und Verfahren sind frei erfunden.
Noch.
Gibt es trotzdem reale Grundlagen?
Ja. Das Buch greift reale regulatorische Entwicklungen und Instrumente auf und führt deren Logik satirisch weiter. Reale und fiktive Quellen sind im Quellenverzeichnis ausdrücklich mit [R] und [F] gekennzeichnet.
Ist das Buch eine politische Abrechnung mit der EU?
Es ist eine Satire über Bürokratie, Regulierung, Digitalisierung und institutionelle Eigendynamik. Die V.F.E.G. verteilt keine Parteiprogramme und keine Wahlempfehlungen. Sie protokolliert, was geschieht, wenn ein vernünftiges Ziel genügend Verfahren bekommt.
Ist „Der genehmigungspflichtige Waschgang“ ein Roman?
Nicht ganz. Das Buch verbindet satirische Novelle, Feldbericht, fiktiven Rechtsakt, pseudo-wissenschaftliche Zukunftsstudie, Folgenabschätzung, Bürgerinformation und Forschungsakte.
Eine entsprechende Warengattung war zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht harmonisiert.
Muss ich andere V.F.E.G.-Bücher kennen?
Nein. Das Buch funktioniert vollständig eigenständig. Wer die V.F.E.G. bereits kennt, wird allerdings einige ihrer bewährten Forschungsmethoden wiedererkennen.
Was ist die V.F.E.G.?
Die Vereinigung zur Förderung eindimensionaler Gedankenführung ist eine vollständig fiktive Forschungseinrichtung zur Untersuchung gesellschaftlicher Vereinfachung, institutioneller Überorganisation und angewandter geistiger Abrüstung.
Kann man das Buch verschenken?
Insbesondere an Menschen, die mit Verwaltung, Selbstständigkeit, Formularen, Behördenportalen, Compliance, Nachhaltigkeitsvorgaben oder Prozessoptimierung zu tun haben.
Eine vorherige Bedarfsermittlung ist derzeit nicht vorgeschrieben.
Und darf ich meine Hose jetzt einfach waschen?
Nach derzeitiger Rechtslage: ja.
Die V.F.E.G. empfiehlt, dieses Zeitfenster verantwortungsvoll zu nutzen.
Das Inhaltsverzeichnis
Jetzt bestellen„Bis dahin war eine Hose lediglich eine Hose gewesen. Nun war sie ein Datensatz mit Beinen.“






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